OTZ-Artikel vom 25.05.2020 / Lidl-Erweiterung erneut diskutiert !

Die IWA- Fraktion versucht schon seit Jahren Investoren für unsere Stadt zu gewinnen. Sie kann deshalb nicht nachvollziehen, allen voran Jens Geißler (Fraktionsvorsitzender), der dies auch zuletzt in der Stadtratssitzung wieder betonte, wieso so ein Millionenprojekt sich so lange hinzieht. Auf die Gefahr hin, dass die Investoren letztendlich doch abspringen, sollte man zukünftig darauf achten, Antrags- und Bewilligungsverfahren in der Verwaltung zu beschleunigen. Investoren sollte man nicht ausbremsen, sondern den roten Teppich ausrollen. Wir wissen, dass die Stadt auf Gewerbesteuereinnahmen dringend angewiesen ist. Jedes Unternehmen, dass sich hier ansiedelt, bindet Arbeitskräfte aus der Region.

Tobias Schubert 25.06.2020, 16:00

GREIZ.  Schon vor rund einem Jahr gab es einen beschlossenen Bebauungsplan. Nun wurde dieser noch einmal geändert.

Die Geschichte um die Erweiterungspläne der Discounter-Kette Lidl in Greiz dauert inzwischen einige Jahre. Bereits 2017 hatte der Discounter seine Pläne das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt, im Mai 2019 wurde der erste Bebauungsplan beschlossen. Auch einen ersten sogenannten städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und Lidl gab es bereits. Trotzdem fand sich das Thema nun erneut auf der Tagesordnung des jüngsten Stadtrates, was den Fraktionsvorsitzenden der Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit (IWA), Jens Geißler, dazu brachte, von einem „Trauerspiel“ zu sprechen. „Wir kämpfen seit vier Jahren darum, diese Investition auf den Weg zu bringen und müssen nun erneut darüber entscheiden“, ärgerte er sich, wobei er und der Greizer Bürgermeister, Alexander Schulze (parteilos) hervorhoben, dass die Ursache dafür nicht allein bei der Stadt zu suchen seien.

Eine Änderung im Bebauungsplan Adelheidstraße/ Grünrathstraße hatte es nötig gemacht, dass fast der gesamte Prozess noch einmal durchlaufen werden musste. Erneut hatte man den Plan öffentlich auslegen müssen, erneut galt es nun die Stellungnahmen abzuwägen. Auch der städtebauliche Vertrag musste angepasst werden. All das geschah einstimmig, was auch für den Beschluss des Bebauungsplanes galt, der Voraussetzung für die Baugenehmigung ist.

Lidl will seine Greizer Filiale erweitern. Von 700 Quadratmetern soll sie auf 1200 Quadratmeter wachsen. Zudem will man das Objekt altersgerecht gestalten, etwa mit breiteren Gängen und niedrigeren Regalen. Rund 3,5 Millionen Euro will der Konzern in das Projekt investieren. Nach letzten Angaben wird von einer Gesamtbauzeit von 35 Wochen gerechnet. Eng mit dem Thema verbunden ist auch das Marstallcenter, das im Einzelhandelskonzept der Stadt vorgesehen ist. Auch für dieses sollte im jüngsten Stadtrat ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Vorlage zog Bürgermeister Schulze allerdings zu Beginn der Sitzung zurück.

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