IWA und Pro Region gehen zukünftig gemeinsam ihren politischen Weg

Die 1996 aus einer Gruppe ehemalige CDU-Mitglieder gegründete Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit ist in den kommunalen politischen Gremien wie Kreistag, Stadtrat Greiz und Gemeinderat Mohlsdorf-Teichwolframsdorf mit Mitgliedern bisher vertreten. Die meisten der aktuell 91 Mitglieder sind Akteure in der freien Wirtschaft und besitzen diesbezüglich ein hohes Maß an Sachverstand bestimmter wirtschaftlicher Abläufe und Fragestellungen. Sie tragen dieses Wissen in die agierenden Fraktionen, damit in den politischen Gremien Hinweise, Bedenken oder Notwendigkeiten eingebracht werden.

Die Chefs von Pro Region und der Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit (IWA), Nils Hammerschmidt (links) und Jens Geißler. Beide Wählervereinigungen im Landkreis Greiz arbeiten künftig zusammen.
Foto: Katja Grieser

Letztlich geht es der IWA immer wieder regional um die Verbesserung der Attraktivität und der Bedingungen in den Städten und Gemeinden für die Bürger von jung bis betagt und die Unternehmen, zur Erhaltung von Arbeitsplätzen, der Kultur- und Freizeitangebote, der Wohnstandorte und Versorgung, der Daseinsvorsorge.

Bereits zur Kreistagswahl 2019 konnten die IWA Vertreter von Pro Region Zeulenroda-Triebes (gegründet im Dezember 2018) finden, die auf der Liste der IWA im Landkreis Greiz sich der Wahl stellten. Andreas Staps und Nils Hammerschmidt (Bürgermeister von Zeulenroda-Triebes) sind deren Kandidaten in unserer Fraktion im Kreistag. Die Zusammenarbeit hat sich bereits in den zwei Jahren bewährt, eröffnet es für die anderen Kreistagsmitglieder doch andere Blickwinkel auf Regionen des Landkreises Greiz und deren Besonderheiten. Zu vielen Problemen haben wir gleiche oder sehr ähnliche Ansichten, z.B. die Priorität der Vergabe von Aufträgen an die regionale Wirtschaft, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen bei Ausgaben im Haushalt, Personalfragen,  bei Einrichtungen und öffentlichen Gebäuden mit Blick auf die Einwohnerentwicklung, bezahlbare Steuern, Beiträge und Abgaben für die Bürger, Ansiedlung und Ausbau neuer Betriebe usw.

Hinzu kommt, dass bei der IWA in der Satzung ausdrücklich verankert ist, dass wenn der Vorstand und die Mitgliederversammlung Empfehlungen zum Abstimmungsverhalten hinsichtlich einzelner Tagesordnungspunkte unter Berücksichtigung der satzungsmäßigen Ziele aussprechen, deren Nichteinhalten durch den gewählten IWA-Vertreter in dem jeweiligen Gremium keine Folgen für diesen hat. Fraktionszwang gibt es nicht, es gibt mangels Parteistatus auch keinen Leitfaden aus der Partei oder „von oben“, was man wie zu denken und zu entscheiden hätte. Fakt ist, die politische Unabhängigkeit beider Vereine ist ein weiteres sehr verbindendes Element.

In einer Zeit, die vor Unwägbarkeiten nur so strotzt, die täglich neue Herausforderungen an die Politik stellt, in der die Bürger mit politischer Führung unzufrieden sind, weil kürzliche Wahlversprechen nicht eingehalten, ja ins Gegenteil verkehrt werden, wo sie verunsichert sind und ängstlich und sich nach Normalität sehnen – ja in einer solchen Zeit werden die Volksparteien weiter an Glaubwürdigkeit einbüßen und die Bürger nach Menschen suchen, denen sie ihr Wohl ernsthaft anvertrauen können. Es wird Zeit für den gesellschaftlichen Wandel. Hier sehen beide Vereine eine Chance ihrer neuen Verbundenheit, um bei der nächsten Kommunalwahl zum Kreistag ein besseres Ergebnis als das letzte erzielen zu können, um mehr Einfluss auf Entscheidungsprozesse zu haben. Denn gegenwärtig stehen wir oft machtlos den gegebenen Mehrheitsverhältnissen gegenüber.

Im örtlichen kommunalen Bereich wird sich eher weniger ändern, denn jeder Ortsverband kennt die Bedürfnisse des jeweiligen Orts am besten und ist gut in der Lage, die anstehenden Entscheidungen mutig und zielorientiert zu treffen.

Zukünftiges „Flächen“- und Mitglieder-Wachstum des neuen Vereins „IWA – Pro Region“ ist angepeilt, damit im gesamten Landkreis Vertreter zu finden sind. Was wir alle auf jeden Fall bleiben ist offen zu sein und mit allen zu sprechen. Wichtig sind uns die Menschen, die jeden Tag arbeiten gehen und damit unser Gemeinwohl finanzieren. Ausgrenzung und Diskriminierung jeglicher Art, verbitten wir uns, aber auch weder in eine rechte oder eine linke politische Ecke gestellt zu werden, wie in der Vergangenheit.

IWA-Greiz / Andrea Jarling / Greiz den 16.12.2021

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https://www.otz.de/regionen/greiz/iwa-und-pro-region-machen-kuenftig-gemeinsame-sache-id234100375.html

GREIZ/ZEULENRODA-TRIEBES.  Die beiden Wählervereinigungen fusionieren und gründen Kreis- und Ortsverbände in Greiz und Zeulenroda-Triebes. Die beiden Wählervereinigungen Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit Greiz (IWA) und Pro Region Zeulenroda-Triebes fusionieren. Darüber informierten deren Chefs Jens Geißer (IWA) und Nils Hammerschmidt (Pro Region) – er ist Bürgermeister von Zeulenroda-Triebes – jetzt. Künftig werden die Wählervereinigungen als IWA-Pro Region auftreten.

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