IWA solidarisiert sich Mit den Grundschülern und deren Eltern von Hohenleuben! Landrätin Martina Schweinsburg gerät immer mehr in die Kritik.

Wie Fraktionschef Jens Geißler heute erklärt hat, sind dringend Gespräche vonnöten, um die Sachlage von allen Seiten zu beleuchten. Selbstverständlich wird die IWA, soweit es ihr möglich ist, die Eltern unterstützen und ist zu Gesprächen jederzeit bereit.

Die Erfahrungen mit dem Landratsamt und dem Schulamt aus der Schließung Cossengrün und Obergrochlitz können wir einbringen. Für die Kinder sich einzusetzen ist ein starkes Ziel, für das es sich immer lohnt zu kämpfen. Schon immer wissen wir um das hohe Gut kleiner, aber örtlich ansässiger Schulen. Kurze Wege für kurze Beine!

Hohenleubener Grundschüler sollen nun doch umziehen.

HOHENLEUBEN.  Alle dachten, der Umzug der Schule von Hohenleuben nach Hohenölsen sei vom Tisch. Nun gibt es eine neue Wendung.

Die Hohenleubener kämpften in den vergangenen Wochen leidenschaftlich für den Erhalt ihrer Schule.
Foto: Norman Börner

Eigentlich hatten die Hohenleubener vor gut zwei Wochen schon erleichtert aufgeatmet. Die Beschlussvorlage, die vorsah, die Hohenleubener Grundschüler künftig nach Hohenölsen zu schicken, wurde per Fraktionsantrag in letzter Minute von der Tagesordnung des Kreistags genommen. „Wir alle dachten, damit sei die Schließung der Grundschule Hohenleuben vom Tisch“, sagt Dirk Bergner (FDP), Bürgermeister von Hohenleuben. Aber nun kommt es wieder anders.Die Schule in Hohenleuben bleibt auf, aber die Kinder der Klassen 1 und 2 aus beiden Schulen werden ab dem neuen Schuljahr in Hohenölsen unterrichtet, die der Klassen 3 und 4 in Hohenleuben. Das Schulamt Ostthüringen begründet den Schritt mit Lehrermangel und damit, dass trotz Stellenausschreibung keine Bewerber gewonnen werden konnten.

Hohenleubens Bürgermeister kritisiert Landrätin scharf

Wer ist verantwortlich? Für Dirk Bergner ist der Fall klar. Seiner Meinung nach handelt es sich um eine Machtdemonstration von Landrätin Martina Schweinsburg (CDU). „Frau Schweinsburg glaubt offensichtlich, sie könne mich, den Hohenleubener Stadtrat, die Eltern und auch den Kreistag für dumm verkaufen. Einer solcher Demonstration absoluter Macht muss Einhalt geboten werden“, schreibt er in einer Mitteilung. Diesen Schuh will sich die Landrätin aber nicht anziehen. Sie habe das Schreiben des Schulamtes erst am Dienstag erreicht. Die Entwicklung überrasche sie aber nicht. „In der Kreistagssitzung, als der Beschlussantrag zur Änderung des Schulbezirkes für die Grundschule Weida-Liebsdorf von der Tagesordnung genommen wurde, habe ich genau vor dieser Entwicklung gewarnt. Nun hat das Schulamt also die Fakten geschaffen, ohne dass der Landkreis auf diese Entscheidung Einfluss nehmen kann.“Aus dem Schulamt Ostthüringen heißt es derweil, es handele sich um eine gemeinsame Entscheidung des Staatlichen Schulamtes Ostthüringen und des Landratsamtes Greiz. Grundlage hierfür sei Paragraph 45 der Thüringer Schulordnung. Dort steht, dass der Unterricht bei entsprechendem Bedarf auch für Schüler mehrerer Schulen gemeinsam durchgeführt werden kann.

Landrätin will diesmal nicht die Buhfrau sein

Ein Schreiben der Landrätin an Schulamtsleiter Berthold Rader vom 7. Juli legt ebenfalls nahe, dass es sich wohl nicht um eine gemeinsame Entscheidung handelt. „Ausdrücklich betone ich, dass ich eventuelle Entscheidungen des Schulamtes, analog wie zur Grundschule Cossengrün und Obergrochlitz nicht mittragen werde“, schreibt sie. Damals hatte der Kreistag den Schulschließungen zugestimmt – unter anderem wegen zu geringer Schülerzahlen und Investitionsstau. Schulsprecherin Kristin Schaller sieht die neuerliche Wendung mit gemischten Gefühlen. „Wir sind natürlich froh, dass der Schulstandort erhalten bleibt. Aber für die Schüler der jetzigen Klasse 1 tut es mir sehr leid“, sagt sie. Diese seien nun in der Situation, nicht nur das Päckchen des Corona-bedingten Heimunterrichts im ersten Schuljahr tragen zu müssen, sondern müssten sich nun im zweiten Schuljahr auf neue Lehrer und eine neue Schule einstellen. An der dünnen Personaldecke würde sich derweil kaum etwas ändern. Außerdem könnte es ab Sommer Klassenstärken von mehr als 30 Schülern geben. „Gerade in der Schuleingangsphase wird es diesen Kindern jetzt sehr schwer gemacht“, sagt sie.

https://www.otz.de/regionen/zeulenroda-triebes/hohenleubener-grundschueler-sollen-nun-doch-umziehen-id229518298.html

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