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Und wieder Gera

Ex-OB von Gera macht Amtsinhaberin für Stadtwerke-Insolvenz mitverantwortlich

Der ehemalige Oberbürgermeister von Gera, Norbert Vornehm (SPD) kritisiert Amtsinhaberin Viola Hahn wegen der Insolvenz der Stadtwerke.
Geras abgewählter Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD) kritisiert die Amtsinhaberin Viola Hahn und sieht sie verantwortlich für mehrere Fehlentscheidungen, die zur Stadtwerke-Insolvenz geführt hätten. Foto: ArchivGeras abgewählter Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD) kritisiert die Amtsinhaberin Viola Hahn und sieht sie verantwortlich für mehrere Fehlentscheidungen, die zur Stadtwerke-Insolvenz geführt hätten. Foto: Archiv
Gera. Vornehm erklärt laut MDR, dass Hahn als Aufsichtsratsvorsitzende mehrere Fehlentscheidungen zu verantworten habe.
Quelle: OTZ
Zuvor hatte bereits Hahn ihrem Vorgänger eine Mitschuld für die Insolvenz gegeben, da die Gründe über 15 Jahren zurück lägen.
  • Viola Hahn, parteilose Oberbürgermeisterin von Gera.Viola Hahn, parteilose Oberbürgermeisterin von Gera.
Vornehm verweise darauf, dass der Stadtwerke-Aufsichtsrat vor 1,5 Jahren den damaligen Vorstand abberufen habe. Damit seien die Stadtwerke so gut wie führungslos gewesen. Zudem hätten laut MDR einige Tochterunternehmen zu selbstständig agiert. Die Geraer Energieversorgung (EGG) habe den Wert des 20 Jahre alten Kraftwerks nach unten korrigiert und den Stadtwerken die Differenz von zehn Millionen Euro in Rechnung gestellt. Das hätte die Zahlungsfähigkeit der Stadtwerke massiv gefährdet.Vornehm, der von 2006 bis 2012 Oberbürgermeister war, wirft Hahn zudem vor, den Bau der neuen Straßenbahnlinie nach Gera-Langenberg gestoppt zu haben, die zu 75 Prozent gefördert worden wäre. Dafür seien bereits 14 Millionen Euro gebunden gewesen, die die Verkehrsbetriebe aufbringen mussten, wofür aber keine Kredite mehr bereits standen. Schließlich kritisiert der Ex-OB mehrere "nutzlose Gutachten".Hahn erklärte zu den Gründen der Insolvenz, dass die Quersubventionierung innerhalb der Stadtwerke nicht funktioniert habe. Dabei war geplant gewesen, dass die Gewinne erwirtschaftenden Töchter andere, Verlust bringende Unternehmensteile, wie etwa den Nahverkehr, subventioniere. Sie verwies zudem laut MDR auf fehlenden Rückstellungen für dringend nötige Investitionen. Außerdem seien den Stadtwerken bei der Überführung der Stadtwirtschaft in die Umweltdienste Belastungen in Millionenhöhe entstanden.
Quelle: OTZ
 

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