Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Nach Gera geschaut

Stadtwerke Gera seit Freitag in Insolvenz

Stadtrat hat kein Mitspracherecht mehr. CDU fordert Aufklärung über Verschuldungsgründe.

Fotolia 49387550 XS copyright
Gera. Die Insolvenz für die Stadtwerke Gera AG wurde am Freitag beim Amtsgericht Gerabeantragt. Betroffen ist die Holding mit ihren 25 Mitarbeitern. Sie übernehmen Verwaltungsaufgaben für die Dienstleistungsunternehmen mit ihren fast 1000 Beschäftigten. Das Rettungskonzept, das den Verkauf der Stadtwerke-Anteile am WohnungsunternehmenElstertal vorsah, fand am Dienstag keine Mehrheit im Geraer Stadtrat. Statt dessen sollte die Stadt die Anteile kaufen. Nach der verweigerten Kreditgenehmigung von 30,5 Millionen Euro am Donnerstag und dem Insolvenzantrag hat der Stadtrat nun keine Mitsprache mehr.Die Linksfraktion, der auch die drei Landtagsabgeordneten  ,  und angehören, geben der Landesregierung und der Oberbürgermeisterin die Schuld. Sie hätten versagt, heißt es in einer Erklärung. Keine Rede ist allerdings davon, dass der Großteil der 30,5 Millionen Euro akuter Fälligkeiten die 18,3 Millionen Abschreibungskosten für das Gaskraftwerk des Tochter-Unternehmens Energieversorgung sind.  ist dort Aufsichtsratsvorsitzende. Auch Stadträte anderer Parteien sitzen seit Jahr und Tag in den Aufsichtsräten. Inzwischen gibt es den vierten Vorstand, der die Geschäfte nun dem Insolvenzverwalter übergibt."Es ist hart, dass Gera - und da sind Verwaltung, Bürger, Stadtrat und Konzern notgedrungen in einem Boot - auf diese Art lernen muss, was es sich leisten kann", sagte Kerstin Pudig, Fraktionschefin der Wähler­vereinigung Arbeit für Gera.Für die CDU verlangte Fraktionschef Hans-Jörg Dannenberg, umfassende Aufklärung, wie es zu der "Verschuldung von 230 Millionen Euro und den Vertragsgestaltungen der StadtwerkeHolding" gekommen sei. Allein zwischen 2003 und 2006 sind nach Angaben vonDannenberg die Schulden der Stadtwerke AG um 80 Millionen Euro gestiegen.Unterdessen zog das Finanzministerium seine Zusage für 4,2 Millionen Euro Landeshilfe zurück. Das Geld sei an eine "positive Fortführungsprognose" der Stadtwerke gekoppelt gewesen, sagte ein Sprecher des Finanzministers.  (CDU) werde aber weiterhin sein Möglichstes tun, um Gera zu unterstützen, so der Sprecher.
Sylvia Eigenrauch 28.06.14 OTZ

Kontakt

IWA
Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit e.V.
Schönfelder Straße 6a
07973 Greiz

Telefon: 0 36 61/ 7 11 01
E-Mail: info@iwa-greiz.de

 

new-facebook-like-button

So Funktioniert eine Stadt/ Gemeinde

Infoblatt Stadt-Gemeinde

Mitgliederlogin