Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Neue Köpfe und auch alte

Von den 30 gewählten Greizer Stadträten tritt einer sein Mandat nicht an. Fraktionen CDU und Linke haben jüngere Chefs. Dem kommunalen Parlament in der Park- und Schlossstadt soll anscheinend weiterhin Andreas Hemmann (SPD) vorstehen.


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        <p>Andreas Hemmann.</p>
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Andreas Hemmann.

Foto: Archiv

Von Marius Koity

Greiz 30 Frauen und Männer haben die Greizer am 25. Mai in ihren neuen Stadtrat gewählt, 29 stellen sich auch der Ver­antwortung. Lediglich Christian Gentzsch von der NPD tritt sein Mandat nicht an, für ihn rückt Frank Dietze nach, informierte gestern auf Anfrage Stadtwahlleiter Matthias Bergmann.

Die Stadtratsfraktionen haben auch schon ihre Köpfe, und unter jenen aus den demokratischen Par­teien sind zwei neu: Christian Tischner löst in der CDU Jürgen Frantz ab und Holger Steiniger in der Linken Helgard Gothe. Der SPD im Stadtrat steht nach wie vor Harald Jatho vor und der IWA Jens Geißler. Der Allein-Liberale Jens-Holger Schmidt hat sich keiner Gruppierung angeschlossen.

 

In seiner Partei sei man sich einig gewesen, dass man sich "mit Erfahrung ver­jüngen" wolle, kommentierte Tischner seine Wahl an die Spitze der stärksten Stadtratsfraktion. Das kommunalpolitische Ehrenamt sei ihm einstimmig anvertraut worden.

Steiniger wird auf Wunsch seiner Partei Vorsitzender. Das Vertrauen ist ihm fast einstimmig ausgesprochen worden.

Der neue Stadtrat, der sich am Dienstag um 18 Uhr im Saal des Greizer Rathauses bildet, wird einen neuen Vorsitzenden und neue ehrenamtliche Bei­geordnete für Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) zu wählen haben. Hier ist man vor allem auf die Vorschläge der CDU als größter Fraktion gespannt.

"Vorsitzender des Stadtrates sollte jemand sein, der Ansehen hat und die notwendige Er­fahrung für dieses Amt vor­weisen kann, außerdem sollte er von allen demokratischen Fraktionen getragen werden", sagte Christian Tischner. Bei dieser Aufgabe sollte nicht in erster Linie auf das Parteibuch geschaut werden, fügte er auf Anfrage hinzu. Wen er sich da genau vorstellt, wollte er nicht sagen.

Anscheinend aber ist die CDU bereit, Andreas Hemmann von der SPD im Amt des Stadtratsvorsitzenden zu bestätigen. "Wir würden uns freuen und könnten sehr gut damit leben, wenn Dr. Hemmann weiter machen könnte", kommentierte Harald Jatho. "Wir würden Dr. Hemmann unterstützen", erklärte Holger Steiniger. Auch Jens Geißler weiß über diese Personalie Bescheid. Andreas Hemmann selbst erklärte gestern auf Anfrage: "Ich weiß, dass darüber diskutiert wird. Die Entscheidung fällt aber erst am Dienstag. Wenn sie für mich ausfällt, werde ich die Verantwortung natürlich übernehmen."

Keinen Kompromiss wird die CDU hingegen beim Stellvertreter des Bürgermeisters eingehen. "Wir beanspruchen den Ersten Beigeordneten", stellte Christian Tischner klar, wiederum ohne einen Namen nennen zu wollen. In den anderen Fraktionen stellt man sich allerdings darauf ein, dass der bis­herige Zweite, Ulrich Zschegner, der künftige Erste Beigeordnete sein wird. Von weiteren Namen war im Zusammenhang mit diesem Posten bis gestern jedenfalls nichts zu hören. Zschegner selbst wollte sich nicht dazu äußern.

Spannender dürfte die Wahl des Zweiten Beigeordneten werden. CDU und SPD sollen sich auf die bisherige Erste, Ines Watzek (SPD), geeinigt haben, was keiner aus den beiden Parteien kommentieren möchte. Anspruch erhebt aber auch die bisherige und wohl auch künftige Stadtratsopposition. Holger Steiniger: "Wir haben als Linke vor, beim Zweiten Beigeordneten einen Vorschlag zu machen." Jens Geißler: "Sollte Holger Steiniger vorgeschlagen werden, dann würden wir ihn vermutlich unterstützen - er hatte ja die zweitmeisten Stimmen."

Solche Probleme hat Jens-Holger Schmidt nicht: "Wer was wird, das sollen die Großen unter sich ausmachen", sagte der FDP-ler und kündigte an: "Ich werde sicher den einen oder anderen unterstützen, je nach Person."

Quelle: OTZ vom 14.06.2014

 

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