Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

CDU wieder stärkste Fraktion in Greiz: Herbe Verluste für SPD und IWA

CDU wieder stärkste Fraktion in Greiz: Herbe Verluste für SPD und IWA
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Greizer Wähler verstärken vor allem die Christdemokraten, aber auch die Linke und die NPD im Stadtrat, wählen die FDP wieder hinein und bringen sowohl der SPD als auch der IWA herbe Verluste bei.

Greiz. Die CDU ist erstmals seit 1994 wieder stärkste Fraktion im Greizer Stadtrat. Nach bisher sieben zählt sie nun acht Sitze - eine Zahl, die die von neun auf sieben Mandate abgestürzte SPD nur noch mit der Bürgermeister-Stimme erreicht. Mit nunmehr sieben statt bisher neun Sitzen muss auch die IWA vorlieb nehmen, wobei manche ihrer Anhänger das Wahlergebnis vom Sonntag positiv sehen, zog doch die Interessengemeinschaft 2009 mit lediglich fünf Mandaten in den Stadtrat, um erst später mit Hilfe von vier FDP-Abtrünnigen auf neun zu wachsen. Wahlsiegerin ist auch die Linke, die sich von vier auf fünf Sitze verbessert hat. Die FDP ist wieder im Stadtrat vertreten - im Vergleich zum bis­herigen Stand ist das eine Mandat recht gut, zum Stand nach den Stadtratswahlen von 2009, als sie noch vier Sitze hatte, eher schlecht. Die NPD konnte die Zahl ihrer Sitze von einem auf zwei verdoppeln.
"Wir haben uns riesig gefreut, aber dieses Ergebnis mussten wir selbst erst einmal verdauen", sagte CDU-Spitzenkandidat Ulrich Zschegner zum Ausgang der Stadtratswahl. "Die Leute haben gemerkt, dass wir es ernst meinen mit dem, was wir vorhaben", erklärte er sich den Erfolg. "Deshalb werden wir unser Programm konsequent umsetzen." Da acht CDU-ler allein nichts erreichen können im 30-köpfigen Stadtrat, sollen erst einmal "Gespräche" geführt werden.
"Wir haben unser Wahlziel nicht erreicht", räumte SPD-Spitzenkandidat Harald Jatho ein. Warum nicht? "Gute Frage! Vielleicht waren wir nicht in der Lage, unsere Erfolge zu vermarkten." Wie es weiter geht für die einst stolze Fraktion, soll "im Team besprochen" werden. Zu diesem gehört Bürgermeister Gerd Grüner und er geht von "spannenden fünf Jahren" im Stadtrat aus. Das "maßgebliche Thema" werde dabei das fehlende Geld in der Stadtkasse bei einer Fülle von Aufgaben sein.
"Man kann der CDU nur gratulieren", reagierte IWA-Chef Jens Geißler auf das Stadtratswahlergebnis. "Der Bürger hat der CDU den Auftrag zur Führung gegeben, wir warten jetzt natürlich ab, wie sie damit umgeht. Wir müssen mit der neuen Situation klarkommen." Ist der Wahlausgang für die IWA nun gut oder nicht? "Wir sind enttäuscht", bekannte Jens Geißler.
Jubel hingegen bei Holger Steiniger von der Linken. "Sechs Mandate wären uns lieber gewesen, aber die fünf sind auch sehr gut", sagte er. Man habe eine gute Basis für Sachpolitik im Sinne der Greizer. Mit dem Ergebnis der CDU kann Holger Steiniger leben ("der Wähler wird sich etwas dabei gedacht haben"), der "Dämpfer" für die SPD sei gerechtfertigt.
"Es ist gut, dass wir wieder drin sind, und es ist ärgerlich, dass es nur einer geschafft hat", kommentierte schließlich FDP-Spitzenkandidat Jens-Holger Schmidt das Stadtratswahl­ergebnis. Er versprach: "Wir werden kein Anhängsel der Anderen sein. Wir werden uns je nach Thema positionieren."
An der Stadtratswahl haben sich am Sonntag lediglich 53 Prozent der 18 727 Berechtigten beteiligt. Schwacher Trost: An den Urnen waren mehr Leute als 2009, als die Wahlbeteiligung mit 49,6 Prozent noch schlechter war.

Quelle: OTZ

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