Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

OTZ: Martina Schweinsburg stellt sich wieder zur Landratswahl

Nachgehakt Im Frühjahr 2018 steht im Landkreis Greiz die Landratswahl an. Die OTZ hat zu möglichen Kandidaten nachgefragt.

Wahl-KreistagGreiz. In einem knappen halben Jahr steht im Landkreis Greiz die Landratswahl an. Auch wenn es noch keinen festen Termin dafür gibt, soll die Wahl im Frühling, voraussichtlich im April, parallel zu Bürgermeisterwahlen in der Region, stattfinden. Verkündet haben die Parteien ihre Kandidaten noch nicht, doch im Hintergrund laufen bereits Gespräche. Die OTZ hat bei derzeit im Kreistag vertretenen Parteien nachgefragt.

„Wir hoffen aus tiefster Überzeugung, dass es die Amtsinhaberin noch einmal macht, schließlich ist sie die dienstälteste und so auch erfahrenste Landrätin", blickte Ulli Schäfer, stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender, auf Martina Schweinsburg als Wunschkandidatin.

 

Schweinsburg ist für erneute Kandidatur bereit

Doch die Entscheidung falle erst auf dem Kreisparteitag, der voraussichtlich Anfang 2018 stattfinde. „Den Gemeinden im Landkreis geht es gut und auch im Vergleich zu anderen Landkreisen stehen wir sehr gut da", verwies Schäfer auf die geringste Kreisumlage in Ostthüringen, die niedrige Verwaltungsquote sowie die Investitionen der vergangenen Jahre in Schul- und Straßensanierungen. Beim Kreistagsfraktionspartner Pro Kommune soll hingegen die Entscheidung, ob man überhaupt einen eigenen Kandidaten stelle, bei der nächsten Sitzung im November fallen, teilte Vorsitzender Dieter Weinlich mit.

Martina Schweinsburg ihrerseits hatte bereits im Frühjahr zum Empfang des Landkreises Greiz signalisiert, wieder antreten zu wollen. Und auch auf Nachfrage teilt sie nun mit, dass sie bereit sei, noch einmal als Landrätin zu kandidieren, wenn der CDU-Kreisvorstand sie dafür nominierte.

Einen eigenen Kandidaten stellt auch Die Linke. „Wir sind immer mit einem eigenen Kandidaten angetreten und werden das jetzt auch tun", erklärte Holger Steiniger. Auch wenn es bereits potenzielle Kandidaten gebe, Namen wollte Steiniger zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen. Doch zur Mitgliederversammlung am Donnerstag solle das wie auch der Zeitpunkt, wann ein Kandidat verkündet wird, thematisiert werden. „Ein Wechsel tut dem Landkreis dringend Not, damit im Bereich der Personalie Landrat ein anderer das Zepter übernimmt", betonte Steiniger und verwies auf die Korruptionsaffäre rund um Andreas Rieß, als früherer Geschäftsführer von vier kreiseigenen Unternehmen, sowie die Ermittlungen gegen Schweinsburg selbst. „Hier gibt es noch immer nur unbefriedigende beziehungsweise keinerlei Antworten", kritisierte Steiniger.

Die mangelnde Aufarbeitung des Themas rügte auch Jens Geißler. Schweinsburg regiere mittlerweile mit einer nicht mehr nachvollziehbaren Selbstherrlichkeit, so Vorsitzende der IWA/BIZ/Grüne-Fraktion im Kreistag. Zumindest bei der IWA falle im November die Entscheidung, ob ein eigener Kandidat für den Landratsposten aufgestellt werde, doch sei das natürlich ein nicht zu unterschätzender Kraftakt. „Aber wir wollen nicht nur schimpfen, sondern auch eine Alternative bieten", schließt Geißler IWA-Kandidaten nicht völlig aus.

Bei der SPD ist es hingegen klar, dass ein eigener Kandidat gestellt wird. Doch vor der Mitgliederversammlung werde man keine Namen nennen, stellte Stephan Marek als stellvertretender Kreisvorsitzender der SPD klar. Wann genau diese Versammlung stattfinden soll, sei nach seinem jetzigen Kenntnisstand noch offen.

Rebecca Rech / 24.10.17/ OTZ

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