Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Die Aussichten und Wünsche von Unternehmen und Unternehmern der Region

Jens GeilerGreiz/Langenwetzendorf/Kleinreinsdorf. Wachstum, Auslastung der Kapazitäten, Ausgleich von Flutschäden - OTZ hörte sich in der Wirtschaft um, mit welchen Zielen und Erwartungen regionale Unternehmen in das Jahr 2014 starten. Wir fragten: Wie sieht die wirtschaftliche Prognose in der Firma für das neue Jahr aus?

Der Werbemacht der so genannten Fernsehbiere sagtThomas Schäfer, Geschäftsführer der Greizer Vereinsbrauerei, 2014 erneut den Kampf an:"Wir wollen uns auf einem umkämpften Biermarkt als regionale Brauerei weiter behaupten mit Top-Qualität und Engagement für die Heimatregion.

Wirtschaftlich gehen wir davon aus, rund zwei Prozent Ausstoß zuzulegen und arbeiten zurzeit an der Entwicklung von neuen Biersorten", erklärt der Chef der Vereinsbrauerei. Investieren werde das Unternehmen in eine neue Kälteanlage, um die Energiekosten um zirka 30"000 Euro zu reduzieren. Für die StadtGreiz wünscht sichSchäfer für 2014 weniger Demonstrationen und die Zusammenarbeit aller Parteien zur weiteren positiven Entwicklung der Stadt.

Die AkzoNobelFunctional Chemicals GmbH richtet den Greizer Chemiestandort auf volle Auslastung der Thioplast­produktion aus. "Im Jahre 2013 haben enorme Einflüsse, be­sonders durch die Flut im Juni mit rund 6,5 Millionen Euro Schaden, das Geschäft am StandortGreiz beeinträchtigt", sagtDirk Stöppler, Werkleiter inGreiz. "Auch die steigenden Rohstoffpreise, die Energie­politik, die Lohnsteigerungen beeinflussen das Geschäft. Eine hohe effiziente Produktions­auslastung mit dem damit verbunden Absatz unseres Hauptproduktes sind unsere Ziele. Standortsicherung und Belieferung unserer Kunden stehen im Vordergrund. Auch für 2014 sind Investitionen für Produktivität, unter anderem in vorbeugende Instandhaltung und Effizienz vorgesehen."

Nach Problemen bei einem Zulieferer und Kurzarbeit in der Galvanik im dritten Quartal 2013 stimmen Dieter Höhland, Geschäftsführer der Spaleck Oberflächenveredlung, die "Dinge, die in der Pipeline sind", optimistisch. "Wir nehmen zehn Prozent Umsatzsteigerung gegenüber 2013 ins Visier, können in der Galvanik voraus­sichtlich unsere Kapazitäten wieder auslasten", so Höhland. Für die Kundenakquise hat das"Unternehmen mit Jahres­beginn zusätzlich einen Außendienstler beauftragt und wird in den Maschinenpark der Gleitschleiferei 100"000 Euro investieren. Mit 50 Mitarbeitern hält sich der Personalbestand bei Spaleck relativ stabil. Ende Dezember habe noch ein zweiter"Lehrling zum Galvaniseur in der Firma begonnen, der seine Ausbildung in einer anderen Thüringer Firma begonnen hatte und wechseln wollte. "Eine Chance für beide Seiten", freut sich Höhland.

Auch die Feutron Klimasimulation inLangenwetzendorf setzt auf solide Ausbildung. Wie GeschäftsführerJens Geißler sagte, sollen 2014 zu den zwei Lehrlingen als Elektriker und Kältetechniker weitere Azubis hinzukommen. MitarbeiterSebastian Völkel werde nach dem Fachabitur einen Studienförderungsvertrag erhalten. Die Feutron setzt 2014 auf stetiges, solides Wachstum. 2013 habe das 42-Mitarbeiter-Team die 6,5-Millionen-Umsatzmarke geknackt und peile jetzt 7 Millionen Euro mit der Auslastung vorhandener Kapazitäten an. Am Dienstag werde der erste Kältetechniker ausTschechien in der Langenwetzendorfer Firma seine Arbeit aufnehmen, sagtGeißler. Als Feutron-Chef warnt er davor, dass die steigenden Energiepreise Arbeitsplätze kosten werden und wirbt dafür, "Unternehmer als Partner in der Region und nicht als Schwarzmaler" zu sehen.

Knut Opitz, Geschäftsführer der Unifrax GmbH in Kleinreinsdorf, geht für 2014 für sein Unternehmen ebenfalls von einem gleichbleibenden Wachstum aus. Bei Umsatz und Gewinn orientiert er auf eine 2,5-prozentige Steigerung und plant rund 800 000 Euro an Investitionen in die Gebäude- und Maschinenausstattung. Hundert Beschäftigte stehen hier in Lohn und Brot, in diesem Jahr sollen zwei Auszubildende als Mechatroniker und im Bürobereich dazu kommen.
Quelle: Kathrin Schulz / 04.01.14 / OTZ
Bild: Jan Popp

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