Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Öffentliches Drama

Öffentliches Drama

Zu "Prominente-Beschluss wird beanstandet" und "Greizer Theater" vom 11. März:

Leserbrief-Fotolia 61579904 XS-copyÜber viele Jahre hat Harald Seidel (SPD) mit Bravour Personen aus Politik, Wirtschaft, Kunst zu Gesprächsrunden eingeladen. Der Besucherandrang zu diesen Gesprächsrunden war immer groß. Nicht nur aus dem Landkreis Greiz kamen Besucher, sondern auch aus weit entfernten Regionen wurde angereist nach Greiz, der Residenzstadt, die dadurch bekannter wurde. Dass solch hoch angesetzten Prominentengespräche mit der gut gelungenen musikalischen Umrahmung auch einen würdevollen Raum benötigen, gehört dazu. Das ist bisher auch immer sehr gut gelungen, war es das Untere Schloss, der Bücherwurm oder die Vogtlandhalle. Bisher war die Nutzung solcher Räumlichkeiten kostenlos. Keiner hat sich daran gestört, man fand es richtig. Die Prominentengespräche waren und sind ja auch im öffentlichen Interesse.

 

Und nun dieses Desaster, warum? Mir kommt es seltsam vor, dass explizit nach dem Besuch seitens des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke) eine Kostenfrage im Raum steht. Wenn schon der Bürgermeister der Stadt Greiz Gerd Grüner (SPD) auf einmal eine Verpflichtung zur Haushaltskonsolidierung sieht, ist das sehr seltsam, dazu noch, dass er eine Beratungsanfrage an die Kommunalaufsicht stellt. Ich empfinde es als ein Trauerspiel zum Schaden der Stadt Greiz und gegenüber Harald Seidel, der ja die Ost-SPD mit gegründet hat. Man kann vermuten, dass Harald Seidel hier für etwas büßen muss. Das hat er mit seiner Gesprächsrunde wirklich nicht verdient.

Mit klugen Überlegungen seitens eines gestandenen Bürgermeisters hätte man andere Wege sicherlich leichter gefunden. Das öffentliche Drama und den Aufschrei vieler Freunde der gut besuchten Gesprächsreihe hätte es nicht gegeben. Für die Stadt Greiz hätte es auch ein gutes Zeichen gesetzt, wenn solch ein Hickhack ausgeblieben wäre.

Wir warten voller Spannung auf den nächsten Termin "Prominente im Gespräch", lieber Harald Seidel.

Herbert Müller, Zeulenroda-Triebes

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