Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Von zwölf auf 40 Mitarbeiter: Firma Ziba-Bau in Greiz besteht seit 25 Jahren

Die Firma Ziba-Bau aus Greiz ist im Januar 1991 mit zwölf Mitarbeitern durchgestartet. Heute beschäftigt das Familienunternehmen 40 Angestellte.
Ziba

Da staunten Hans-Peter (3. v. l.) und Toralf Zipfel (5. v. l.) nicht schlecht: Zum 25-Jährigenbekamen sie die Stele mit Jubiläumstafel geschenkt. Foto: Ziba Bau

 

Greiz. Am 7. Januar 1991 nahm die Firma Ziba-Bau die Arbeit auf. Hans-Peter Zipfel, zuvor Bauabteilungsleiter im Chemiewerk, wagte mit zwölf Mitarbeitern den Schritt in die Selbstständigkeit. Drei Monate später beschäftigte er 30 Leute. Heute sind es 40 Männer und Frauen, die bei Ziba angestellt sind und das 25. Firmenjubiläum feiern.

Hans-Peter Zipfel ist nicht mehr Chef, seine Kinder haben übernommen: Maren Herpich kümmert sich ums Kaufmännische und ist Prokuristin; Toralf Zipfel ist Geschäftsführer. „Meine Schwester und ich bilden eine Doppelspitze", sagt der Diplom-Ingenieur. Für den Ziba-Chef sind zwar alle Baustellen spannend, einige aber besonders im Gedächtnis geblieben. Dazu gehört der Bau der Greizer Freiheitsbrücke 2002/2003. Während des Baus gab es Hochwasser, es galt, das Bauwerk zu sichern, unter anderem Treibgut zu entfernen. „Mein Vater und ich sind dabei fast ertrunken", erzählt Toralf Zipfel, der sich einmal kurzerhand mitten auf der Bruno-Bergner-Straße bis auf die Unterwäsche ausgezogen und sich zur Brückenrettung in die Elsterfluten gestürzt hat. Hans-Peter Zipfel erinnert sich gern an die Sanierung der Wünschendorfer Holzbrücke Ende der 1990er-Jahre. Da das geforderte Lärchenholz nicht so schnell in Deutschland zu bekommen war, besorgte er es in Tschechien. Gezahlt wurde per Vorkasse. „Ich musste schnell 30 000 D-Mark abheben – mächtig viel Geld", denkt Maren Herpich schmunzelnd an die Aktion zurück. Eines der größten und aufregendsten Projekte war für Ziba der Jagdbergtunnelbau, an dem die Firma mitgewirkt hat.

Geändert hat sich, vor allem in den letzten Jahren, in der Baubranche einiges. Dass Städte und Gemeinden knapp bei Kasse sind, sei zu spüren. „Es gibt eine deutliche Verschiebung der Aufträge Richtung privater Wirtschaft. Aber wir blicken optimistisch in die Zukunft", so der Ziba-Chef. Denn dank niedriger Zinsen investieren Unternehmen und Privatleute verstärkt. „Sie springen in die Bresche, die die öffentliche Hand hinterlässt", freut er sich. Erst in dieser Woche hat er den Vertrag für einen Hotelneubau in Jena unterschrieben.

Drei Lehrlinge sind derzeit bei Ziba beschäftigt. „Wir bilden aus, um sie zu übernehmen. Ausbildung ist für uns Zukunftssicherung", betont Zipfel. Einser-Kandidaten braucht er nicht, dafür engagierte Leute, die sich einsetzen, mitdenken. „Handwerk hat aber ein schlechtes Image", sucht Zipfel nach dem Grund, weshalb die Azubisuche sich schwierig gestaltet. An der Vergütung kann es nicht liegen: Knapp 600 Euro im ersten, 800 Euro im zweiten und fast 1000 Euro im dritten Lehrjahr bekommen die jungen Leute.

Zum Jubiläum konnten sich die Zipfels über ein besonderes Geschenk freuen: Von der Belegschaft bekamen sie eine Stele mit Jubiläumstafel. Die steht vor dem Firmengebäude. „Wir bedanken uns mit einem zweitägigen Betriebsausflug, denn ohne unsere Mitarbeiter würde ja hier nichts laufen", sagt Toralf Zipfel. Anfang März geht es nach Tschechien, Pilsen und Prag stehen auf dem Programm.

Katja Grieser / 14.01.16 / OTZ
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