Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf: Marodes Feuerwehrhaus hat Priorität

Petra PampelFahrplan 2016 in Mohlsdorf-Teichwolframsdorf: Das Jahr wird auch für die Landgemeinde einige Herausforderungen mit sich bringen. Neben den Finanzen steht vor allem der Wiederaufbau auf dem Plan.

Mohlsdorf-Teichwolframsdorf. Auch für die Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf stehen 2016 einige Dinge auf dem Plan.

„Hauptherausforderung für das Jahr 2016 wird der Haushalt beziehungsweise die Haushaltssicherung bleiben", sagt die Bürgermeisterin der Landgemeinde, Petra Pampel (Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit). „Wir haben dadurch Maßnahmen umzusetzen, die nicht auf das Wohlwollen der Bürger stoßen", sagt sie deutlich. Sie betont aber: „Wir müssen unsere Finanzen in die Reihe bekommen." Allerdings fühlt man sich in Mohlsdorf-Teichwolframsdorf auch vom Land Thüringen im Stich gelassen, wie Pampel meint: „Wir haben Aufgaben, bei denen uns die finanzielle Ausstattung fehlt."

 

Als ein Beispiel nennt die Bürgermeisterin das marode Feuerwehrhaus in Teichwolframsdorf, das für sie weiterhin Priorität habe. Allerdings fehlten die Eigenmittel, um dieses wichtige Vorhaben umzusetzen. Auch die Straßenbaumaßnahme in der Waldsiedlung in Reudnitz, für die es schon eine Planung gibt, könne man wegen der Haushaltssicherung nicht umsetzen.

 

Einige Baumaßnahmen sind geplant
In Angriff nehmen, weil zu einhundert Prozent gefördert, kann man allerdings ein paar Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Hochwasser 2013. Viele habe man schon beantragt, einige auch schon genehmigt bekommen, darunter zum Beispiel den Gewässerausbau am Getränkehandel Weber in Mohlsdorf und den Neubau der Brücke in der Rosengasse in Mohlsdorf. „Wir hoffen, auch noch mehr umsetzen zu können, vorausgesetzt, wir bekommen eine vollständige Förderung."

Es sind nicht die einzigen Bauvorhaben, die für dieses Jahr vorgesehen sind. Auch der Zweckverband Taweg plant nach jetzigem Stand zwei Maßnahmen im Gebiet der Landgemeinde. So soll in der Reichenbacher Straße in Teichwolframsdorf ein Kanal verlegt werden, was voraussichtlich mit einer Vollsperrung der Straße und der sogenannten Waldautobahn einhergehen wird. Eine Trinkwasser- und Schmutzwasserleitung soll auch in Gottesgrün, vom Ortsausgang Reudnitz bis hin zum Feuerwehr-/Dorfgemeinschaftshaus, verlegt werden.

Im Auge hat man auch die Brücke in Rüßdorf, die von der Flut fast komplett zerstört, danach nur repariert wurde. Drei Varianten stehen hierbei zur Disposition, für die Studien angefertigt wurden: der Ersatzneubau an der gleichen Stelle, an anderer Stelle oder der Wiederaufbau der vorhandenen Brücke. Egal für welche Variante man sich entscheide, es gelte auch dabei, dass die Maßnahme nur bei kompletter Förderung umgesetzt werden könne, immerhin rechne man mit einer siebenstelligen Summe.

Weniger unsicher ist hingegen die Erdgaserschließung in Kleinreinsdorf, die zum Teil schon begonnen hat. Zurzeit läuft ein Interessenbekundungsverfahren, auf dessen Ergebnis man Ende Januar hofft.

Positives gebe es auch beim Zuzug zu berichten, so Pampel: „Wir haben ständig Anfragen, auch von jungen Familien, die sich hier ansiedeln wollen." Deswegen sind derzeit auch zwei Bebauungsplanverfahren in der Bahnhofsstraße in Mohlsdorf und der Oberen Siedlung in Waltersdorf in Arbeit, die die Gemeinde wachsen lassen sollen. An beiden Stellen sollen Mischgebiete entstehen.

Eine wichtige Aufgabe, die auf die Landgemeinde, wie auch auf viele andere Kommunen, 2016 zukommen wird, ist die Verwaltungs- und Gebietsreform. Gerne würde man die Möglichkeit zur freiwilligen Neugliederung nutzen, auch wenn die Partner noch nicht feststehen. Erste Gespräche habe man zum Beispiel aber schon mit der Stadt Berga beziehungsweise deren Bürgermeister, Steffen Ramsauer (parteilos) geführt. Auch die Gemeinde Neumühle habe man im Blick, sagt Pampel: „So könnten wir dem Leitbild entsprechen."

In trockenen Tüchern ist aber natürlich noch nichts. Wichtig ist der Bürgermeisterin, dass die Entscheidung vom Gemeinderat und den Einwohner kommt und von ihnen mitgetragen wird. Deswegen sei zum Beispiel auch eine Bürgerbefragung möglich.

Doch auch wenn der Landgemeinde sicherlich schwierige Zeiten bevorstehen, gerade was die Finanzen betrifft, bleibt die Bürgermeisterin zuversichtlich: „Ich bin optimistisch, dass es auch wieder aufwärtsgehen wird. Es findet sich immer ein Weg. Der kann allerdings nur gemeinsam gegangen werden." Deswegen hoffe sie auch, dass das Engagement, dass Vereine und Gruppierungen in Bezug auf das kulturelle und gesellschaftliche Leben in den Orten an den Tag legten, trotz finanzieller Engpässe weiterhin erhalten bleibe. „Ich kann das nur lobend hervorheben", sagt Pampel. „Viele leisten einen großen Beitrag für unser Gemeindeleben. Ich wünsche mir, dass das weiterhin so toll funktioniert."

Auch einen persönlichen Wunsch schließt Pampel an: „Ich wünsche allen Bewohnern in erster Linie Gesundheit und für das Land Frieden, an dem manche Menschen derzeit zu zweifeln scheinen. Ich hoffe, dass sich die Mächte der Welt besinnen."

Tobias Schubert / 15.01.16 / OTZ

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