Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Geld für Stützmauer-Sanierung am Salzweg fehlt

Am Donnerstag lud die Interessengemeinschaft Greizer Neustadt zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung zu ihrem jährlichen Rundgang.

Die GWG-Baustelle an der Carolinenstraße/ Tannendorfstraße. Foto: Marcus Schulze

Greiz. Am Ende sei man immer wieder in der Neustadt gelandet. „Wir waren ja an einem Punkt, an dem wir gesagt haben, wir lassen das Projekt fallen und schauen uns nach anderen Standorten um.
Wir haben uns dann viele Standorte in Greiz angeschaut und uns damit beschäftigt, doch wir sind immer wieder auf diesen gekommen und haben gesagt, wir ziehen das jetzt durch“, antwortete Uwe Schneider, seines Zeichens Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Greiz e. G. (GWG), am Donnerstag beim „Neustadt-Rundgang“ auf die Frage, warum sich die Genossenschaft gerade für jenen Standort in eben der Greizer Neustadt entschieden habe. „Das hängt mit der Infrastruktur zusammen, aber auch mit unserem Willen, in der Neustadt etwas zu schaffen“, führte der Geschäftsführer weiter aus. Die GWG sei in räumlicher Hinsicht sehr zersplittert, 86 Wohngebäude an 27 Standorten. Und man möchte die Genossenschaft eben nicht noch mehr zersplittern. „Wir wollen hier ein neues Zentrum bauen und für uns ist die Neustadt eben der Bereich gewesen, an dem wir das umsetzen können“, so Uwe Schneider. Die Interessengemeinschaft „Greizer Neustadt“ hatte zu ihrer jährlichen Besichtigung durch das historische Viertel geladen. Vereinsmitglieder, städtische Vertreter wie Detlef Sambale, Sachgebietsleiter Tiefbau der Stadt Greiz, und Stephan Marek, Wirtschaftsförderer und Tourismuskoordinator, sowie interessierte Anwohner und Greizer nahmen an dem Rundgang teil. Die große Baustelle an der Carolinenstraße/Tannendorfstraße, auf der laut Uwe Schneider bereits 500 000 Euro verbaut wurden, war eine von vier Stationen der Tour, bei der nicht nur die positiven Entwicklungen der Neustadt wie der GWG-Wohnpark thematisiert wurden, sondern eben auch Probleme baulicher Natur. Bereits am ersten Punkt der Besichtigung, dem Salzweg, äußerten Anwohner ihren Unmut. Grund hierfür war die Stützmauer. Ursprünglich bestand der Salzweg aus drei Stützmauern. Abschnitt drei ist vor einigen Jahren angeschüttet worden, so dass besagte Mauer entfiel. An jener Stelle wird die Straße durch eine Böschung gehalten, wie Detlef Sambale erklärte. Die Abschnitte eins und zwei müssen indes erst noch saniert werden. „Bautechnologisch ist es erforderlich, dass zuerst der Abschnitt zwei gebaut wird, um dort eine volle Tragfähigkeit zu haben, um dann den Abschnitt eins bauen zu können“, so der Sachgebietsleiter. Die Kosten für Abschnitt zwei würden sich auf 800 000 Euro belaufen. Und für diesen liegt auch eine Entwurfs- und Genehmigungsplanung vor. Allein das Geld fehlt. Deshalb ist der geplante Baubeginn im kommenden Jahr noch äußerst ungewiss, was zu Unmut bei den Anwohnern führte. Denn das Ingenieurbauwerk wird mit 4,0 bewertet, was letztlich den schlechtesten Zustand eines Bauwerks widerspiegelt. „Bei 4,0 muss mit plötzlichem Tragkraftversagen gerechnet werden“, so Sambale. Was machbar war, um eine Erschließung noch aufrechtzuerhalten, sei bis jetzt durchgeführt wurden. Besser sieht es da schon bei der Tannendorfbrücke aus. Diese wird mit 2,7 bewertet. Doch auch an ihr nagt der Zahn der Zeit, wie Samable betonte. Stichwort: Korrosion. Dergleichen würde an den Lagern der Brücke, der Stahlkonstruktion der eigentlichen Brücke, und auf der Betonbedeckung der Brücke zu finden sein. Dies habe jedoch keine Auswirkungen auf die Standsicherheit des Objektes, auch nicht auf die Verkehrssicherheit. Das einzige Problem betreffe die Dauerhaftigkeit der Brücke. Deshalb muss die Tannendorfbrücke – über kurz oder lang – saniert werden, wie der Sachgebietsleiter betonte. Die Kosten allein für die Planung und die Untersuchung würden sich auf 60 000 Euro belaufen. „Die eigentliche Sanierung wird auf 500 000 Euro geschätzt“, sagte Detlef Sambale. Am Ende des Rundgangs wurde noch die Frage nach dem Hochwasserschutzkonzept für die Neustadt gestellt. Dieses werde das Bild der Neustadtsicherlich beeinflussen, so Stephan Marek. In welchem Umfang, sei jedoch noch nicht klar, so Marek weiter, der sich damit auf Aussagen von Bürgermeister  (SPD) berief. 
Marcus Schulze 30.05.15 OTZ

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