Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Themen waren Gebietsreform und Finanzen: Erster öffentliche Stammtisch der Sozialdemokraten in Berga

Sozialdemokraten aus dem Landkreis Greiz haben am ersten öffentlichen SPD-Stammtisch in Berga mit ihrer Kreisvorsitzenden und Thüringens Finanzministerin Heike Taubert diskutiert.

Heike Taubert gratuliert dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Berga, Holger Naundorf, zu 25 Jahren Mitgliedschaft in der SPD. Foto: Angelika Munteanu Heike Taubert gratuliert dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden in Berga, Holger Naundorf, zu 25 Jahren Mitgliedschaft in der SPD. Foto: Angelika Munteanu
Berga. So ganz die roten Mainelken waren es noch nicht in dem Blumenstrauß, den vorgestern Abend dem Bergaer Ortsvereinsvorsitzenden Holger Naundorf überreicht hat.
Die SPD-Kreisvorsitzende im Landkreis Greiz gratulierte Naundorf zu seiner 25-jährigen Mitgliedschaft in der SPD und dankte im für sein ehrenamtliches politisches Engagement. Den Rahmen für den Dank bildete der erste öffentliche Stammtisch, zu dem die Sozialdemokraten in Berga ins Café Poser eingeladen hatten. Zuvor war Taubert in ihrem Amt als Thüringer Finanzministerin mit dem Bürgermeister Steffen Ramsauer (parteilos) in der Gemeinde unterwegs. Besichtigt hatten sie die Turmuhr im Rathaus, die dank Thüringer Lottomittel, Gemeindefinanzen und Spenden nun fast wartungsfrei ferngesteuert funktioniert. Und es hatte ein Gespräch mit Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Berga gegeben, die ihre Fragen und Sorgen an die Ministerin los werden konnten, etwa zur Ausstattung und zur Mitgliederentwicklung. Später am Stammtisch kam auch noch die Frage aus dem Feuerwehrverein auf, ob gemeinnützigen Vereinen die Steuererklärung künftig nicht vereinfacht werden könnte. Ein Thema, das auch den Vertretern des Sports auf den Nägel brannte. Sabine Richter vom Heimat- und Geschichtsverein Berga erinnerte mit ihrem Bericht an die Geschichte des Außenlagers des Konzentrationslagers Buchenwald in Berga und zitierte aus den Lebenserinnerungen des damals 14-jährigen jüdisch-ungarischen Häftlings Paul Molnar. Sowohl die Ministerin wie auch der Bürgermeister hielten es für wichtig, dass in Berga auch 70 Jahre danach die Erinnerungen an das dunkle Kapitel in der Geschichte wach gehalten werden. Aus Erfurt berichtete die Finanzministerin über den im Kabinett gebilligten Landeshaushalt 2015, der im Juni vom Landtag beschlossen werden soll. Darin enthalten sei auch ein Hilfspaket von 102,5 Millionen Euro für Bedarfszuweisungen, mit denen auch die Stadt Berga seit vier Jahren unterstützt werde. Das Bundesinvestitionsprogramm, zu dem das Land 8,5 Millionen Euro Eigenmittel aufbringe, werde den Kommunen zu Gute kommen. Im zweiten Halbjahr 2015 sollen Gelder projektbezogen gezahlt werden. Großes Thema am Stammtisch war die Gebietsreform. Für die Gemeindegebietsreform solle in diesem Jahr noch die Voraussetzung geschaffen werden. Dann müsse man sich auch mit der Kreisgebietsreform befassen, sagte Taubert. Zurück zur Freiwilligen Feuerwehr Berga überlegte die Ministerin laut: „Am besten, sie würde sich mit Rückersdorf zusammentun.“ Musterbeispiele der Gemeindegebietsreform sind für Taubert im Landkreis Greiz Langenwetzendorf und Kraftsdorf. „Nicht gelungen ist Mohlsdorf-Teichwolframsdorf mit dem Wald zwischen den beiden namensgebenden Orten.“ Noch offen ist die Kreisgebietsreform im Osten Ostthüringens aus Sicht der Sozialdemokraten. Was der Fußball vormacht mit den Landkreisen Greiz, dem Altenburger Land und der Stadt Gera scheint in der Verwaltungsstruktur schwierig: Es sollten leistungsähnliche Kreise zusammengehen „und Gera ist unser Sorgenkind“, meinte Taubert.
Angelika Munteanu / 23.04.15 / OTZ
 

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