Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Katja Grieser kommentiert die Woche: Freiheit und Kritik

Die Autorin über Wendeerinnerungen und das Heute.
Fotolia 50142162 XS copyrightIch war zur Wende ein Kind, habe Demos in Gera aber miterlebt - an Muttis Hand. Die Wende ist jetzt in aller Munde. Der Greizer Demo-Anmelder Rudolf Kuhl fordert dazu auf, kritisch zu bleiben. Hm, Kritik: Früher hat man sie für sich behalten, weil sonst Repressalien drohten.

Heute darf man sie äußern, aber nicht jeder verträgt sie. Das hat die jüngste Ratssitzung in Greiz bewiesen. Da wurde auch gefragt: Warum liegen Vorlagen, über die Volksvertreter entscheiden, nicht öffentlich aus? Ja warum nicht? Zwar behauptet der Rathauschef, sie würden im Internet stehen. Das stimmt nicht. Es sei denn, er hat nicht die Stadt-Seite, sondern die von Erzfeind IWA gemeint. Transparenz ist also heute noch gefordert.
Wendezeit-Bilder zeigen Tausende abhauende DDR-Bürger. Noch immer verlassen Ostdeutsche die Heimat, meist aus wirtschaftlichen Gründen. Darüber sollten die, die mich dauernd anrufen und sagen, sie würden Asylbewerber rausschmeißen, nachdenken: Die Flüchtlinge sind dem Krieg davon gelaufen.
Vieles ist mit der Wende besser geworden, auch wenn heute nicht alles gut ist. Ich aber bin froh, dass es Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit gibt. Und ich bin froh, dass Reisefreiheit derzeit lediglich von der GDL beschränkt wird.
Katja Grieser / 08.11.14 / OTZ

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