Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Greizer Park-Freundeskreis erhebt seine Stimme

Mario Walther kritisiert ungeprüfte Äußerungen von Jürgen Frantz (CDU) und Andreas Hemmann (SPD) zum Greizer Park

otz

Die Schlamminseln-Debatte mit ihren Auswüchsen inspirierte den Greizer Karikaturisten Mario Schuster zu diesem ketzerischen Blick auf die Dinge. Karikatur: Mario Schuster

Greiz. "Ich finde es unmöglich, wenn ein gewählter Stadtrat Dinge herauspoltert, die überhaupt keine Grundlage haben, und dass die ausreichend vorhandenen Möglichkeiten, sich zu informieren, nicht genutzt werden. Da sind Dinge in die Öffentlichkeit geblasen worden, die Schaden verursacht haben."

 

Mario Walther ist in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Freundeskreises Greizer Park immer noch außer sich über Äußerungen, die die Gewählten Jürgen Frantz (CDU) und Andreas Hemmann (SPD) am 17. September im Haupt- und Finanzausschuss des Greizer Stadtrates getätigt haben. Ersterer nannte den hinteren Teil des Parks "gewöhnungsbedürftig", ohne dies geprüft zu haben, der Zweite sprach von "Schlamminseln im Parksee".

Bei Interesse an Fakten Vor-Ort-Termin möglich
Zwar hat Parkverwalterin Anja Riemann in der OTZ vom 19. September die Dinge erklärt respektive dementiert. Doch was Leute wie Frantz und Hemmann behaupten, sind manchem in Greiz über jeden fach­lichen Hinweis hinweg eben Gesetz. So dass nun in der Park-Debatte der Freundeskreis seine Stimme erhebt, es erneut auch mit Fakten versucht.

"In bestimmten Arealen des Greizer Parks müssen gärtnerische Pflegemaßnahmen naturschutzfachliche Anforderungen erfüllen, um das Fortbestehen seltener und bedrohter Pflanzenarten zu sichern. Dazu gab es reichlich Information, auch in Form öffentlicher Führungen", stellt Mario Walther in einer längeren schriftlichen Stellungnahme dar. In dieser fragt er sich auch, warum in Greiz bei Unklarheiten Umwege gegangen werden. Gerade Jürgen Frantz dürfte als Mitglied - früher war er auch Vorsitzender - des Freundeskreises der Sammlungen im Sommerpalais zu Greiz gewusst haben, wo Aufklärung zu finden sei.

"Die fachlich hervorragende und engagierte Arbeit der Parkgärtner wird in Zweifel, ja in Misskredit gezogen", ärgert sich Mario Walther. "Nicht zuletzt ist das Ganze auch eine Ohr­feige für die in solche Pflegearbeiten eingebundenen Subunternehmer."

Und in der Sache erläutert der Vorsitzende: "Die Hammer­wiesen mit ihrem thüringenweit einmaligen Bestand der Orchideenart Breitblättriges Knabenkraut müssen im Spätsommer schonend gemäht und beräumt werden. Spurrinnen, Ver­letzungen der Wiesenvegetation und Bodenverdichtungen sind unbedingt zu vermeiden. Das ist bei dem generell feuchten Wiesenareal nicht ohne Weiteres und schon gar nicht bei vielen Niederschlägen hinzukriegen. Auch die Wiesenknopf-Be­stände im mittleren Teil des Parks, deren Blütenköpfe als Nahrung für die Raupenstadien des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings dienen, dürfen erst im September gemäht werden. All das ist seit Jahren im Greizer Park praktiziertes Pflegemanagement."

Beim Thema "Schlamminseln" ergänzt Mario Walther die bisherigen Informationen der Parkverwaltung wie folgt: "Der Parksee ist ein künstliches Gewässer, eher flach und mit begrenztem Durchmischungspotenzial." Da könne es unter bestimmten klimatischen Bedingungen "zu einer Algen­vermehrung kommen, die oberflächlich sichtbar ist". Der Freundeskreis-Chef betont: "Schlamminseln gibt es nicht."

"Wir sind bestürzt über die Art der öffentlichen Diskussion zu den aktuellen Gegebenheiten im Fürstlich Greizer Park", resümiert Mario Walther für den 15-köpfigen Freundeskreis. "Jedermann weiß, wie rasch langjährige, bewährte und qualifizierte Arbeit durch Negativschlag­zeilen zunichte gemacht wird." Grundsätzlich bittet er darum, doch "frühzeitig miteinander zu reden, als mit schlechten Nachrichten einen Image-Schaden für den Greizer Park und damit nicht zuletzt auch für die Stadt Greiz herbeizuführen."

Sollten Stadträte und andere Greizer an einem faktenbasierten Gespräch vor Ort interessiert sein, so sei der Freundeskreis gern bereit, ein entsprechendes Treffen zu organisieren. Das Interesse sollte in den nächsten Tagen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kundgetan werden.

Marius Koity / 01.10.14 / OTZ

Zum Originalartikel

Kontakt

IWA
Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit e.V.
Schönfelder Straße 6a
07973 Greiz

Telefon: 0 36 61/ 7 11 01
E-Mail: info@iwa-greiz.de

 

new-facebook-like-button

So Funktioniert eine Stadt/ Gemeinde

Infoblatt Stadt-Gemeinde

Mitgliederlogin