Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Erste Büros geräumt: Harte Einschnitte für Stadtwerke-Mitarbeiter in Gera

Die ersten Mitarbeiter räumen bereits ihre Büros: Es gibt erste Personaleinschnitte bei der insolventen Stadtwerke Gera AG. Betriebszweck vorerst nur noch Beteiligungsverwaltung.
Am Sitz der Stadtwerke Gera AG. Mitarbeiter der Stadtwerke Gera AG  räumen bereits Büros leer. Foto: Martin Schutt/dpa Am Sitz der Stadtwerke Gera AG. Mitarbeiter der Stadtwerke Gera AG räumen bereits Büros leer.
Foto: Martin Schutt/dpa

 

 

 

Gera. Während die Parteien in Gera noch über mögliche Szenarien diskutieren, um die endgültige Insolvenz abzuwenden, räumen die Mitarbeiter der Stadtwerke Gera AG bereits Büros leer.

Die Tochtergesellschaften wollen bislang zentral erledigte Aufgaben selbst übernehmen. "Wir sind derzeit in finalen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und eine Betriebs­änderung mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens", sagte Sebastian Brunner, Sprecher des Insolvenzverwalters Michael Jaffé aus München, der OTZ. Die Stadtwerke Gera AG werde sich vorerst auf die Verwaltung der Beteiligungen und die Abwicklung des Insolvenzverfahrens konzentrieren. Das soll nach OTZ-Informationen für einen Teil der 23 Mitarbeiter zu harten Einschnitten führen: Bislang finanziert sich die Stadtwerke AG aus den Erlösen für die Dienstleistungen, die sie für ihre Tochtergesellschaften erbringt. Fallen diese Zahlungen weg, muss das Unternehmen beim Personal sparen. Wie es aus Stadtwerke-Kreisen heißt, soll es für einige Mitarbeiter eine Übernahmechance bei den Töchtern geben, während andere ihren Job verlieren. Betroffen sind unter anderem der IT-Bereich und das Marketing. Mit der Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens ist Anfang Oktober zu rechnen. Ende September läuft die Frist für den Insolvenzverwalter aus, sein Gutachten beim Amtsgericht Gera einzureichen - eine schnellen Entscheidung übers weitere Verfahren ist zu erwarten. Unterdessen bedauert die Gewerkschaft Verdi, dass der Stadtrat Gera einen Dringlichkeitsantrag nicht mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit auf die Tagesordnung gehoben hat. Ein Linke-Stadtrat wollte erreichen, dass die Stadt 2,5 Millionen Euro Zuschuss an die Verkehrsbetriebe überweist, um die endgültige Insolvenz zu verhindern. Der Vorschlag war unrealistisch, weil die klamme Stadt keinen genehmigten Haushalt hat. Gleiches gilt für die Forderung, dass Oberbürgermeisterin Hilfe in Erfurt verlangt. "Abwarten bedeutet, dem Insolvenzverwalter die Entscheidung zu überlassen, und das ist mit der Verantwortung der Kommunalpolitik wie auch der Landespolitik nicht zu vereinbaren", sagt hingegen Landes­bezirksleiter Thomas Voß. Die Stadträte mussten auch auf den Bericht des Fach­bereiches Rechnungsprüfung verzichten.

Die ersten Mitarbeiter räumen bereits ihre Büros: Es gibt erste Personaleinschnitte bei der insolventen Stadtwerke Gera AG. Betriebszweck vorerst nur noch Beteiligungsverwaltung.
Am Sitz der Stadtwerke Gera AG. Mitarbeiter der Stadtwerke Gera AG  räumen bereits Büros leer. Foto: Martin Schutt/dpa Am Sitz der Stadtwerke Gera AG. Mitarbeiter der Stadtwerke Gera AG räumen bereits Büros leer. Foto: Martin Schutt/dpa

Gera. Während die Parteien in Gera noch über mögliche Szenarien diskutieren, um die endgültige Insolvenz abzuwenden, räumen die Mitarbeiter der Stadtwerke Gera AG bereits Büros leer: Die Tochtergesellschaften wollen bislang zentral erledigte Aufgaben selbst übernehmen. "Wir sind derzeit in finalen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und eine Betriebs­änderung mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens", sagte Sebastian Brunner, Sprecher des Insolvenzverwalters Michael Jaffé aus München, der OTZ. Die Stadtwerke Gera AG werde sich vorerst auf die Verwaltung der Beteiligungen und die Abwicklung des Insolvenzverfahrens konzentrieren. Das soll nach OTZ-Informationen für einen Teil der 23 Mitarbeiter zu harten Einschnitten führen: Bislang finanziert sich die Stadtwerke AG aus den Erlösen für die Dienstleistungen, die sie für ihre Tochtergesellschaften erbringt. Fallen diese Zahlungen weg, muss das Unternehmen beim Personal sparen. Wie es aus Stadtwerke-Kreisen heißt, soll es für einige Mitarbeiter eine Übernahmechance bei den Töchtern geben, während andere ihren Job verlieren. Betroffen sind unter anderem der IT-Bereich und das Marketing. Mit der Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens ist Anfang Oktober zu rechnen. Ende September läuft die Frist für den Insolvenzverwalter aus, sein Gutachten beim Amtsgericht Gera einzureichen - eine schnellen Entscheidung übers weitere Verfahren ist zu erwarten. Unterdessen bedauert die Gewerkschaft Verdi, dass der Stadtrat Gera einen Dringlichkeitsantrag nicht mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit auf die Tagesordnung gehoben hat. Ein Linke-Stadtrat wollte erreichen, dass die Stadt 2,5 Millionen Euro Zuschuss an die Verkehrsbetriebe überweist, um die endgültige Insolvenz zu verhindern.

Auszug aus den Presseartikel der OTZ, welchen Sie hier komplett lesen können.

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