Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

Langenwetzendorf: Auf eine Roster mit Bodo Ramelow

Feutron-Mitarbeiter nehmen Spitzenkandidaten der Linken bei Betriebsbesuch in die Zange.
Talkrunde mit Bodo Ramelow (rechts mit Mantel) in Langenwetzendorf. Foto: Heidi Henze Talkrunde mit Bodo Ramelow (rechts mit Mantel) in Langenwetzendorf.
Foto: Heidi Henze

 

 

 

Langenwetzendorf. Die Mitarbeiter der Firma Feutron Klimasimulation Langenwetzendorf warteten gestern Mittag bereits auf ihre Gäste, den Spitzenkandidaten der Linken zur Thüringer Landtagswahl und seine Parteigenossen sowie auf Direktkandidatin aus Zeulenroda-Triebes und Holger Steiniger aus Greiz.

So hielt sich Jens Geißler, Chef der Langenwetzendorfer Firma, nicht bei der Begrüßungsrede auf. Stattdessen ging es direkt zum Rosteressen zur Mittagsrunde mitten in die Produktionshalle. Der Aufforderung des Firmenchefs, die Mitarbeiter sollen ihre Fragen direkt dem Spitzenkandidaten stellen, folgte Qualitätsmanager Andreas Damm. Er wollte wissen, wie Ramelow zum Atomausstieg und dem Braunkohleabbau steht. Ramelow ist für den Ausstieg aus der Großkraftwerkstechnologie, war zu erfahren. "Ja, für den Ausstieg aus der Atomenergie. Ich favorisiere Erdgas in Kombination mit allen anderen möglichen Varianten." Allerdings ist er gegen riesige Biogasanlagen und auch gegen Vattenfall. Der Konzern betreibt ein Pumpspeicherwerk an der Hohenwarte Talsperre im benachbarten Saale-Orla-Kreis. Das Pumpspeicherwerk würde Ramelow regionalisieren und dann "endlich den Tourismus hier aufbauen". Damm wollte es genau wissen und hakte noch einmal nach: "Wenn Sie Ministerpräsident sind, dann gehen Sie es an?" Diesmal gab es kein klares Ja, sondern: "Ich traue mir nur Dinge zu, die ich auch durchhalte." Der Langenwetzendorfer Firmenchef hatte noch zwei Fragen parat: Die eine betraf seine fünf Lehrlinge, die von Langenwetzendorf nach Altenburg in die Berufsschule müssen und das, obwohl sie im nur fünf Kilometer entfernten Sachsen in die Berufsschule gehen könnten. Die andere Frage widmete sich den Straßen-Ausbaubeiträgen, wo der Spitzenkandidat eindeutig dafür plädiert, dass erst "die, die bezahlen sollen, gefragt werden müssen, ob sie den Straßenbau überhaupt wollen." Für die Feutron-Mitarbeiter könnte es künftig weitere Mittagsrunden mit politischen Hintergrund geben. Jens Geißlers Meinung ist, dass "die Politiker nur arbeiten können, wenn sie wissen, was die Bürger an der Basis denken". Anfragen von weiteren Politikern gab es wohl auch schon, wobei Geißler nicht verraten wollte, von welchen Parteien die Anfragen kamen.

Quelle: OTZ

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