Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit

OTZ Leserbrief "Wir jammern nicht"

Zum Verkehrskonzept:

"Das ganze Alles-ganz-schlimm-Getue" - Ist das die Reaktion unseres Bürgermeisters auf die Hilferufe der Unterzeichner des Offenen Briefes, der nachweislich im Rathaus abgegeben wurde. Ich möchte mich zu der Entwicklung des Lebens in der Stadt nach Einführung des Verkehrskonzeptes äußern.

Leserbrief-Fotolia 61579904 XS-copyDem möchte ich voranstellen, dass die Gewerbetreibenden, die Händler, die Bäcker, die Metzger, die Apotheker, die Schuster und viele mehr, es leid sind, zu einem kleinen Häufchen jammernder Bürger und Krämer degradiert zu werden. Die das tun, liegen falsch. Gesellschaftlich sind wir ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette, für den Bürger sind wir ein wichtiger Bestandteil für die Erhaltung der Bausubstanz der Attraktivität unserer Stadt. Wir schaffen Arbeitsplätze, wir zahlen Steuern und unser sozialer Anteil am gesellschaftlichen Leben ist nicht unerheblich. Wer behauptet, wir jammern, irrt. Das sind Zorn und Wut. Das ist die Bereitschaft, für unser Wohlergehen und für das unserer Mitarbeiter zu kämpfen.

Wer behauptet, dass wir Händler in Greiz ein Auslaufmodell sind und die Kunden immer mehr im Internet kaufen und den Rest die Gigamärkte abdecken, die sollten auf den Wochenmarkt oder in eines unserer Stadtcafés gehen und die Leute fragen, wie der letzte Einkauf bei Amazon war oder welche Sonderangebote es bei geizhals.de.
Die Bürger der Stadt Greiz akzeptieren uns Händler. Sie schätzen es, wenn sie an der Ladentür mit Namen begrüßt werden und sie schätzen uns, weil wir sie als Kunden achten.

Nun ist etwas passiert, was keiner gewollt hat: fast leere Einkaufsstraßen, unbelebter Markt, sogar leere Parkplätze. Eine Zählung der Verkehrs- und Kundenströme ist nicht erforderlich. Das Dilemma kann man mit bloßem Auge sehen. Ein Bürger hat in einem OTZ-Leserbrief schon vor anderthalb Jahren die Mängel des Verkehrskonzeptes richtig definiert: Ich zitiere Manfred Fischer: "...schließlich geht es doch gar nicht vordergründig um die Parkplätze, sondern um die hirnrissige Verkehrsführung, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h, den riesenhaften Umweg, um aus der Innenstadt herauszukommen, und die Stauungen und Behinderungen am Dr.-Rathenau-Platz." Ein wichtiger Aspekt sind die Baumaßnahmen an den Innenstadtzufahrten. Die Notwendigkeit ist uns bewusst. Aber warum wird die Friedensbrücke nicht freigegeben? Ein Zitat aus dem Offenen Brief an den Bürgermeister: "Wir können und wollen es uns nicht antun, dass noch mehr Geschäfte in der Innenstadt leer stehen und es gegebenenfalls zu spät ist. Gähnende Leere einer Kreisstadt erschreckt nicht nur die Greizer, sondern auch zunehmend Touristen."

Peter Kniebel, Greiz

Quelle: OTZ vom 20.08.2014

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